Vorsortieren in der Küche!

Tipps zum Vorsammeln!

Sie können und sollen natürlich nicht mit jeder Kaffeefiltertüte, den Kartoffelschalen oder dem vertrockneten Blumenstrauß gleich zur Biotonne laufen. Bitte besorgen Sie sich, vor allem für's getrennte Sammeln der Nahrungs- und Küchenabfälle ein Vorsammelgefäß, dass direkt in der Küche seinen Platz findet.

Eimer oder Schüssel sind ideal

  • Wir empfehlen, einen Vorsortiereimer mit Deckel, auch Komposteimer oder Biomülleimer genannt, mit meist 5 bis 10 Litern Fassungsvermögen (siehe Fotos unten).

  • Auch eine Schüssel, ein Korb oder ein beliebiger Eimer sind selbstverständlich geeignet.

  • Wenn Eimer oder Schüssel mit einem Bogen Zeitung ausgekleidet werden, ist das praktisch und spart das ständige Auswaschen des Gefäßes.

  • Zum Einwickeln kleiner Mengen von Bioabfällen eignen sich auch einige Blätter von der Küchenrolle (am besten aus 100% Recyclingpapier).

  • Noch ein persönlicher Tipp der Redaktion ...

    • "Ich lege immer einen kleinen Eierkarton auseinandergeklappt auf den Boden meines Vorsammeleimers. Er saugt die Feuchtigkeit, zum Beispiel von den Teebeuteln gut auf und sorgt dafür, dass der Boden des Eimers nicht so schnell schmutzig wird. Meist kann der Eierkarton über zwei bis drei Wochen genutzt werden, bevor er ebenfalls in die Biotonne kommt und durch einen neuen ersetzt wird."

Der Vorsammeleimer mit Deckel!
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Die Schüssel ist prima!
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Der Eierkarton ist eingelegt!
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Hier wird's in Zeitung verpackt!
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Keine Kunststofftüten in die Biotonne!

Thema: Plastiktüten

Sie sammeln Bioabfälle in "Plastiktüten"?

  • Wenn Sie die verwertbaren Bioabfälle in "Plastiktüten" (Kunststoffmüllbeutel) sammeln, dann die Bioabfälle bitte niemals mitsamt der "Plastiktüte" in die Biotonne geben.

    • Jede Art von Kunststoffen sind falsch in der Biotonne, ganz gleich ob Müllbeutel oder Einkaufstüte.

    • Und auch Biotüten/-beutel aus Maisstärke oder Bio-Plastik, bzw. Biokunststoff eignen sich, trotz anderslautender Werbung nicht!

    • Lesen Sie hier mehr darüber!

  • Sollte es für Sie absolut keine andere Möglichkeit der Vorsammlung von Bioabfällen in der Küche geben, als eine "Plastiktüte", dann schütten Sie die Bioabfälle aus der "Tüte" direkt in die Biotonne. Die leere "Tüte" gehört in den Hausmüll.

Beispiele

Hier können Sie in viele Biotonnen hineinschauen, die wir landauf, landab vor den Grundstücken der Bürger/-innen vorgefunden haben. Hier schauen Sie in unsere Biotonnen.

Tipps zum Aufstellen

Die Biotonne richtig aufstellen und trocken halten

  • Die Biotonne an einem kühlen, schattigen Platz aufstellen. Im Winter sollte der Platz frostfrei sein.

  • Ist die Biotonne sehr verschmutzt empfiehlt es sich, sie mit dem Gartenschlauch kräftig auszuspülen und vor Neubefüllung trocknen lassen!

  • Bei trockenem und warmen Wetter kann es auch ausreichen, die Biotonne nach der Entleerung offen stehen zu lassen, damit sie austrocknen kann.

  • Bevor wieder Bioabfälle in die Biotonne kommen, einige Bögen zerknülltes Zeitungspapier hineingeben, oder besser, ein passendes Stück Wellpappekarton an den Boden der Biotonne legen. Dadurch werden die entstehenden Sickersäfte aufgenommen und der Inhalt rutscht auch viel besser aus der Tonne. Und im Winter friert der feuchte Bioabfallinhalt nicht so schnell fest.

  • Zusätzlich hilft eine Handvoll gelöschter Kalk, Gesteinsmehl oder Tonmehl, vor allem in der warmen Jahreszeit gelegentlich über die Abfälle gestreut, gegen Gerüche, Insekten oder Maden.

  • Es gibt auch im Handel (vor allem Bau- und Gartenmärkte) auch spezielles Biotonnenpulver gegen Maden und Gerüche von diversen Herstellern und in vielen Packungsgrößen.

Tipps zum Befüllen

Die Biotonne richtig befüllen

  • Bioabfälle sind immer feucht, der Wassergehalt einer Salatgurke liegt bei 97 %, Salate und Tomaten haben 93 bis 95 %, bei Kartoffeln sind es 70 bis 80 %. Entsprechend feucht sind auch die Schalen und die sonstigen Obst- und Gemüseabfälle. Für die Biotonnen sollten die Abfälle aber möglichst trocken sein.

  • Darum die Bioabfälle vor der Entsorgung am besten einen Weile antrocknen lassen und idealerweise auch noch in Zeitungspapier einschlagen, welches weitere Feuchtigkeit aufsaugt.

  • Sind größere Mengen Bioabfälle zu entsorgen, die nicht eingewickelt werden können, kann das Zeitungspapier zerknüllt und zwischen die Abfälle gegeben werden.

  • Wer einen Garten hat, der hat meist auch Baum- und Strauchschnitt der selbst gehäckselt wird. Dieses Häckselgut  kann sehr gut zwischen die Lagen einzelner Bioabfälle aus Küche und Garten gestreut werden. Geeignet dafür sind auch Kienäpfel oder Kienzapfen, vor allem im Winter können sie gute Dienste zum Schutz vor dem Festfrieren der Abfälle leisten.

  • Sollen Baum- und Strauchschnitt ungehäckselt über die Biotonne entsorgt werden, ist es wichtig, diesen vorher zumindest so zu zerkleinern, dass die Äste bei der Entleerung nicht verklemmen damit die Biotonne komplett entleert werden kann.

  • Bitte pressen Sie weder Laub von Bäumen und Sträuchern, noch Rasenschnitt und natürlich auch keine der übrigen Bioabfälle in die Biotonne ein. Eingepresste Abfälle führen in jedem Fall zu Problemen bei der Entleerung! Und sie fördern, weil sich durch das zusammenpressen keine Luft mehr zwischen den Abfällen befindet, die Fäulnis und die Bildung übler Gerüche!

Deckel auf oder zu?

Deckel auf oder Deckel zu?

Es streiten sich die Geister, ob die Deckel der Biotonnen besser offen gelassen oder immer fest verschlossen sein sollen.

  • Einerseits fördert ein leicht geöffneter Deckel die Trocknung der Bioabfälle, andererseits gelangen Fliegen dann jederzeit zu den Abfällen. Bitte erproben Sie es selbst und entscheiden für sich, welche Lösung für Sie die bessere ist.

  • Bedenkt man, dass auch beim Befüllen der Deckel geöffnet werden muss, ... bitte, probieren Sie es aus!

Biotonne geht immer!

In den warmen Jahreszeiten!

Je höher die Außentemperaturen, desto mehr besteht die Möglichkeit, dass der Zersetzungs-/Fäulniss-/Rotteprozess  der organischen Materialien bereits in einer Biotonne beginnt. Unterstützt werden diese Prozesse, vor allem dann, wenn in der Biotonne eine hohe Feuchtigkeit herrscht.

Fliegen besuchen die Tonnen,  Maden und Schimmelpilze entwickeln, Sickersäfte bilden sich und üble Gerüche können aus der Biotonne aufsteigen.

Damit das nicht passiert, bitte diese Tipps beachten!

In den kalten Jahreszeiten!

Je geringerer die Außentemperaturen, desto mehr besteht die Möglichkeit, dass feuchte Bioabfälle an den Wänden der Biotonne festfrieren. Die Folge kann sein, dass festgefrorene Abfälle nach der Entleerung in der Tonne verbleiben.

Damit das nicht passiert, bitte diese Tipps beachten!

Allerdings ...

es passiert das Gleiche, wenn Bioabfälle über die Hausmülltonne entsorgt werden, es gibt üble Gerüche und Feuchtes friert fest. Das kann also kein Grund für ein NEIN zur Biotonne sein!

Bioabfall und Hausmüll?!

Thema: Was ist anders?

Es ist kein Bioabfall mehr im Hausmüll!

Die Bioabfälle, die zuvor über den Hausmüll entsorgt wurden, sind nicht mehr in der Hausmülltonne. Bei konsequenter Getrenntsammlung kann die Hausmülltonne demzufolge um bis zu 40 % leerer sein!

Entsprechend geringer werden die Leistungsgebühren ausfallen. Mehr über Einsparmöglichkeiten durch die Biotonne lesen Sie hier.

 

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